Österreichs Musikbranche läßt sich feiern – Amadeus Awards 2010

Gestern Abend wurde in der Wiener Stadthalle der österreichische Musikpreis verliehen – der Amadeus Award! Da ich beim Anna F. – Facebook – Gewinnspiel Tickets zu der Show gewann, hatte ich die Ehre live dabei zu sein.

Alle waren sie da… die nationalen Musikstars des Jahres und hofften auf einen der begehrten Publikumspreise. Die großen Abräumer des Abends waren Skero, Anna F. und die Beatbox-Truppe, Bauchklang!

Nachdem die Gäste aus der Musikbranche und das Publikum um 20h30 vom Regisseur und seinem Team aufgeklärt wurden, wie so eine Show ablaufen sollte („Bitte applaudiert, schreit, weint oder flippt einfach mal komplett aus vor Wut – aber vergessen nicht, dass die Kamera immer auf euch zeigt!“), konnte es endlich losgehen…

Michael Ostrowskis Alter Ego, Schallbert Gilet, stimmte einen grottenschlechten (aber witzigen) Schlager-Song an, stürmte mit einem fragwürdigen Outfit und einigen Showtänzern auf die Bühne und begrüßte die Zuschauer. Wenig später wurde der Schlagerstar Semino Rossi ausgezeichnet.

Fii, der Zungenakrobat aka Beatboxer, heizte den Musikfans ein bisschen ein, bevor die Nominierten der Kategorie „Hip Hop/R’n’B“ vorgestellt wurden. Rap-Star, Skero, gewann den Award und hielt seine Dankensrede ziemlich kurz, mit der Begründung: „Den Rest spar ich mir für die späteren Preise auf“.

Als erster Live-Act kam Anna F. auf die Bühne, um ihren Song „Jimmy Page“ zu performen – das Publikum kam bei ihrem Auftritt allerdings nur schwer in die Gänge.

Im Laufe des Abends versüßten uns viele andere Live-Auftritte den Abend. Die bescheiden und sympathisch „Bauchklang“-Gruppe, brachte mit ihren Beats und Bässen den Saal zum Kochen.

Charlee, die neue Pop-Hoffnung aus der Steiermark, füllte die Bühne mit dutzenden halbnackten Model-Jungs, um bei ihren von Neo-Sternchen, Ke$ha, geschriebenen Song, „Boy Like You“, vor ihnen zu tänzeln.

Außerdem ließen es sich auch „Wir sind Helden“ nicht nehmen, bei den Amadeus Awards in Wien, ihre aktuelle Single „Alles“ live zu spielen.

Skero, der sichtlich enttäuscht war, dass er den Award in der Kategorie „Album des Jahres“ nicht gewonnen hat (Anna F. bekam diesen für ihren „For Real“-Longplayer), legte sich bei seinem Auftritt aber extrem ins Zeug. Mit einer Samba-Gruppe und der kleinen Joyce Muniz in Petto rockte er die Stadthalle.

Weiters waren noch Seal, Camo & Krooked, „die jungen Zillertaler“ sowie „Boon“ auf der Amadeus-Bühne und gaben am gestrigen Abend ihr Bestes!

Nach 2,5 Stunden war der ganze Hokus-Pokus wieder vorbei und alle Amadeus Awards bei den KünstlerInnen, die sie aufgrund von Publikumsvotings gewonnen haben. Es war schräg… lustig… interessant… eigenartig… unvergesslich… spannend… surreal!

Die Liste aller Amadeus Awards-Winners darf zum Abschluss natürlich auch nicht fehlen:

Album des Jahres: Anna F. – For Real

Song des Jahres: Skero ft. Joyce Muniz – Kabinenparty

Alternative: Bauchklag

Electronic/Dance: Sofa Surfers

Hard & Heavy: Kontrust

Hip Hop/R’n’B: Skero

Jazz/World/Blues: Hans Thessink

Pop/Rock: Anna F.

Schlager: Semino Rossi

Volkstümliche Musik: Klostertaler

FM4 Award: Camo & Krooked

Best Live Act by oeticket.com: Bauchklang

Lebenswerk: Toni Stricker

Ob ich nächstes Jahr wieder dabei bin – keine Ahnung – aber die Amadeus Awards werden 2011 auch ohne mich verliehen 😉

—>>> Achja… hier noch eine kleine Slideshow der schönsten Bilder der österreichischen Preisverleihung.

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10 Kommentare zu “Österreichs Musikbranche läßt sich feiern – Amadeus Awards 2010

  1. Skeros Award war irgendwie aufgelegt, Kabinenparty wurde immerhin monatelang rauf und runter gespielt und war irgedwie auch _der_ Sommerhit des heurigen Jahres. Michael Ostrowski als Schallbert Gilet fand ich irgendwie sehr nervig, hat mich an diesen dämlichen Pulse4 Moderator erinnert, der mal als Lugners Schwiersohn verkleidet am Wörthersee herumgelaufen ist. Schade, von dem bin ich ansonsten recht begeistert.
    Naja, bei den Auszeichnungen gabs ansonsten kaum Überraschungen, leider gingen Bunny Lake heuer leer aus, aber die hatten ja schon mal das Vergnügen 😉

    Nur Fii nervte wiedereinmal…warum der bei jedem beatbox-involvement an Land gezogen wird frag ich mich echt! Da gibts wesentlich bessere Beatboxer bei uns im Lande!!

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    • Hey Timo!
      Also, dein Kommentar kann ich nicht einfach so stehen lassen und geb dir jetzt mal meinen Senf dazu :mrgreen:
      – Ostrowski kam im TV echt strange rüber, aber live war er echt der Hammer. Ich steh einfach auf ihn 😉
      – Skero: zwar keine Überraschung aber berechtigt finde ich!
      – Bunny Lake sind cool, aber nicht wirklich meins.
      – Was Fii betrifft… Mag sein dass er nicht der Beste ist. Da gibt’s in Ö schon ein paar andere, aber er weiß wie er sich vermarkten muss und ich gönne ihm den Erfolg, für den er nun schon mehr als 10 Jahre gekämpft hat!

      Okay, das war’s von mir;)
      Bis bald, Timo!

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  2. Bisher mag ich Thank God I’m A Woman ganz gut, die Balladen sind auch toll – fast schon jazzig. Jimmy Page ist textlich wirklich grottig. Auf Reim komm raus. Ansonsten bin ich noch nicht wirklich oft dazu gekommen, das Album zu hören (dank Nikka Costa, die jetzt auf Februar verschoben wurde). Aber der erste Eindruck ist gut.

    Kommt mir das nur so vor, oder sie Anna F. wie Alisar von Topmodel aus?!?

    Und ja, Charlee ist schon heiß, aber musikalisch eindeutig 90s Trash. 🙂

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    • Ah, du hast eine? Meine ist entweder noch unterwegs zu mir oder verloren gegangen .. keine Ahnung! Das Lied „Jimmy Page“ ist nicht wirklich meins, aber welche Songs gefallen dir denn so auf ihrer „For Real“-Platte?
      Charlee ist kein 90s-Girl … sie ist ein hotter Newcomer à la Ke$ha! Also bitte Julian :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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